Kettenverschleiß messen
Eine Kette wird mit der Zeit länger, weil Bolzen und Hülsen verschleißen. Wer das rechtzeitig misst, wechselt nur die Kette statt gleich Kassette und Kettenblätter.
- Etwa alle 500 bis 1.000 km, bei Regen, Matsch und
E-Bikes öfter. - Wenn die Schaltung unsauber wird oder die Kette auf einzelnen Ritzeln springt.
- Immer vor dem Kauf einer neuen Kassette: Eine gelängte Kette ruiniert auch die neue.
- Kettenverschleißlehreca. 10 €
Einmal gekauft, hält gutes Werkzeug viele Jahre. Zusammen etwa 10 €.
So geht's
Kette sauber wischen
Wisch die Kette mit einem Lappen ab, damit Schmutz das Ergebnis nicht verfälscht. Schalte hinten auf ein mittleres Ritzel, damit die Kette gespannt ist.
Lehre einsetzen
Hänge die Lehre mit dem Haken in eine Rolle ein und senke die andere Seite auf die Kette. Lies die Seite für 0,5 % und die für 0,75 % ab.
Ergebnis einordnen
Fällt die 0,5-%-Seite ganz ein, ist eine 11- oder
12-fach-Kette fällig. Bei10-fach und weniger gilt 0,75 % als Grenze. Fällt auch die 0,75-%-Seite ein, prüf die Kassette gleich mit.Ohne Lehre messen
Leg einen Zollstock an einen Bolzen und zähl 24 Glieder ab. Neu messen sie genau 304,8 mm (12 Zoll). Sind es 1,5 mm mehr, ist die Kette um etwa 0,5 % gelängt.
Lieber zuschauen?
Erst mit dem Klick lädt das Video von YouTube. Dabei erhält Google unter anderem deine
Miss an zwei, drei Stellen der Kette. Und schreib dir die Kilometer dazu: Dann weißt du beim nächsten Mal, wie schnell deine Kette verschleißt.
Gut zu wissen
Warum sieht man den Verschleiß nicht?
Die Längung entsteht innen an Bolzen und Hülsen. Von außen sieht eine abgenutzte Kette oft noch gut aus. Nur Messen zeigt, wie weit sie ist.
Wie genau sind einfache Kettenlehren?
Für die Entscheidung „wechseln oder nicht“ reichen sie. Sie messen den Abstand über die Rollen, das schließt etwas Rollenverschleiß mit ein und zeigt eher etwas zu früh als zu spät an.